11.06.2017 "Verkehrsminister Hermann eröffnete die 58. Südwest Messe"

Messe-Auftakt bei strahlendem Sonnenschein / Tag der Landwirtschaft mit Bayerischem Bauernpräsident / Gewinner des Landeswettbewerbs Milch geehrt

Villingen-Schwenningen Die Südwest Messe zeigt deutlich, dass Messen ihren Platz haben: Hier kann man Menschen real treffen, hier kann man Waren anfassen“, sagte Baden Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann am Wochenende in Villingen-Schwenningen in seiner Eröffnungsrede und ergänzte: „Mobilität spielt auf dieser Messe eine große Rolle.“ Hermann betonte sehr den Ausbau der regionalen Infrastruktur und war damit in seinem Element: „Es kann nicht sein, dass wir auf der Straße künftig E-Autos fahren und auf der Schiene Diesel.“ So machte er sich – auch mit Blick auf die Strecke Villingen-Rottweil – für die Elektrifizierung der Bahn und ebenso für den Ausbau des Internets stark: Denn Datenlöcher seien in dieser Zeit des Wandels genauso schlimm wie Schlaglöcher.

Beim anschließenden Rundgang gemeinsam mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens führte der Minister mit zahlreichen Ausstellern intensive Gespräche. Der Ressortchef für Verkehr ließ es sich nicht nehmen, probeweise auf einem Pedelec „Made in Schwaben“ selbst in die Pedale zu treten. Ebenso beeindruckt zeigte er sich von einem E-Auto neuester Generation sowie den kleinen Tragschraubern, mit denen man über den Schwarzwald kreisen kann.

Beim Tag der Landwirtschaft wies Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon auf die lange Tradition dieser Veranstaltung auf der Südwest Messe hin. Er bezeichnete es als Phänomen, dass Menschen gesunde und gute Produkte kaufen wollen, aber oft nicht wissen, wie diese produziert werden. Die Verbrauchermesse „stärkt das Verständnis, wie die Milch in den Yoghurt kommt.“ Festredner Walter Heidl, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, betonte, dass Landwirtschaft von der Bevölkerung als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen werden muss. Und die kurzen Wege zu den Bauernhöfen zeigen, „wie denn so eine Kuh überhaupt aussieht.“ Mit Blick auf die „vielen innovativen Gerätschaften“ für Land- und Forstwirte auf der Südwest Messe rief er aus: „Auch wir wollen einen modernen Arbeitsplatz! Junge Leute begeistern sich beispielsweise sehr für satellitengestützten Pflanzenschutz.“ Und, führte er weiter fort: „Am Sonntag bewundert man die alten restaurierten Schlepper beim Oldtimertreff, aber am Montag will jeder auf dem Feld mit modernen Maschinen arbeiten.“ Heidl mahnte die Zuhörer, dass Landwirte keineswegs davon leben, was Verbraucher sagen, sondern davon, was sie tun: „So ist Wertschätzung auch im Sinne von Wertschöpfung zu verstehen.“

Die Vermarktung regionaler Lebensmittel zu stärken, ist auch Zweck des Landeswettbewerbes Milch. Die Siegerehrung nahm in Vertretung des erkrankten Agrarministers Peter Hauk die Amtschefin im Ministerium, Grit Puchan, vor. Sie  präsentierte elf pfiffige und innovative Ideen: So stellt ein „Milchhandwerk“ 25 verschiedene Yoghurt-Sorten her und benennt diese nach den Namen der Kühe. Eine kleine Käserei stellt traditionellen Mozzarella her – der Käser hatte sich zuvor mit einer entsprechenden Ausbildung in Italien einen Kindheitstraum erfüllt. Andere wiederum punkten mit Milch-Tankstellen oder überlieferten Rezepten von Bauernfrischkäse. Die Ideen der Gewinner werden auf der Messe in Halle N am Stand der MBW „Schmeck den Süden“ präsentiert. Die Ehrengäste äußerten sich beim Gang durch Hallen und Freigelände begeistert von der Produktvielfalt auf der Messe.

INFO

Die Südwest Messe ist bis zum 18. Juni  2017 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Das Programm und weitere Informationen im Internet: www.suedwest-messe-vs.de.