Hier biegen sich Möbel und Gemälde

Der Blick fällt auf die Möbel, weil sie entweder bunt oder veredelt sind mit Blattgold oder Blattsilber. Beim zweiten Hinschauen entdeckt man, dass sie alle gebogen sind. Genau darauf habe sich bereits 1922 sein Großvater mit seiner Schreinerei spezialisert, erzählt stolz der Padrone aus Monza, Carlo Berruti. Damals habe man angefangen, Holz zu biegen – Nussbaum oder Kirschbaum eigne sich dafür am besten. Anfangs Möbel im Barockstil, dann folgten die ersten Radioempfänger, später die großen Fernsehapparate. Jetzt freut er sich auch über die Gemälde auf Holz an seinem Stand – selbstverständlich ebenfalls gebogen.

Schnell frühstücken, aber bitte gesund!

Vor zwei Jahren kam ein Deutsch-Australier auf die Idee, ein gesundes Frühstück zu kreieren, bei dem man morgens wertvolle Zeit spart. Heraus kam der Smoothie Ball – eine geballte Portion an Proteinen und Nährstoffen, 100 Prozent vegan und glutenfrei. Obst und Flüssigkeit noch dazufügen, ab in den Mixer und das Frühstück ist fertig.

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen?

Das passiert nicht bei Eva Battilana von FriedWald. Sie berät eingehend über  diese Art der Bestattung. Wichtig ist die Wahl des Waldes. Einen, den man selbst mag. Die nächstgelegenen Standorte sind Friedenweiler, „der Inbegriff des Schwarzwaldes mit viel Moosboden“ sowie Schenkenzell mit seinen großen Nadelbäumen. Die Messebesucher fragen auch nach Kosten, und da wird unterschieden, ob man einen Platz an irgendeinem Baum, an einem bestimmten Baum oder an einem Baum nur alleine oder zu Zweit haben möchte. Battilana empfiehlt unbedingt eine Waldführung mit einem Förster, um die ruhige Waldstimmung einzufangen.

Roboter putzt und rechnet selbst ab

Er fährt vollautomatisiert durch Supermärkte, Krankenhäuser, Speditionslager  und bald durch Bahnhöfe: Der Reinigungsroboter, der selbstständig Frischwasser tankt, sein Abwasser ablässt und seinen Akku auflädt. Erdacht und produziert von einem 10-Mann-Start-up-Unternehmen in Ulm. Die Deutsche Bahn hat vor kurzem mehrere Roboter im Berliner Hauptbahnhof zum Test ins Rennen geschickt. Die Ulmer gewannen den Wettbewerb. Der Roboter mailt sogar eigenständig seine Daten mit der Putzleistung – wie und wo gereinigt wurde – als PDF für die Rechnung weiter. Und Ralf Müller am Stand ergänzt schmunzelnd: „Ich kann ihm auch eingeben, ‚Folge mir‘.“

Becher ganz zünftig

Angefangen hat es mit Fasnetsbechern. Die Beiden sind quasi vom Fach, denn sie mischen aktiv bei den Narrenzünften „Feifer Feldhausen“ und „Horig Gammertingen“ mit – in der Nähe von Sigmaringen. Doch wenn die Fasnet vorbei ist, interessieren sich die Menschen nicht mehr für Fasnetsbecher. Also preisen sie im Sommer ihre Becher und Krüge aus Edelstahl als personalisierte Geschenke an – mit Logo, Schriftzug oder (Farb-) Foto. Aus der Fasnet bleibt, dass die Becher als Henkel einen Karabinerhaken haben.

Auslöser war die eigene Tochter

Nein, Fotograf sei nur sein Nebenberuf. Er sei Techniker und habe vor gut zwei Jahren zufällig eine Iris seiner Tochter abgelichtet. Es war geradezu eine Augenweide! Das Geschäftsmodell war geboren: Makrofotos von der eigenen Iris. Die meisten Kunden nehmen die Variante ganzes Auge in schwarzweiß und die Iris darin in ihrer natürlichen Farbe. Ein außergewöhnliches Kunstwerk – und gerahmt. Er habe meist Kundinnen, „vielleicht weil sich die Frauen gerne selbst sehen“, vermutet der Aussteller.

Schmuck auf den Hund gekommen

Wer seinen Hund neu einkleiden will, schenkt ihm am besten ein edles Hundehalsband – aus echtem Leder und Made in Baden-Württemberg. Für die Hündin ganz schick mit Swarovski-Steinen besetzt, für den Herrn Rottweiler das extra breite und verzierte Halsband. Ganz zünftig gibt es fürs Oktoberfest das karierte Halsband mit Edelweiß-Blümchen. Nur noch auf der Südwest Messe zu haben, denn der Hersteller produziere dieses Modell nicht mehr.

Ein Blumenmeer, das nicht verblüht

Rosen, Nelken, Tulpen, Narzissen und viele andere Blumenarten. Keramikblumen sind pflegeleicht: Wenn sie verstaubt sind, hält man sie unter den Wasserhahn. Und sogar im Winter erfreuen sie ihre Betrachter, weil das bei 1200 Grad doppelt gebrannte Material frostsicher ist.

Der Stoff, aus dem die Träume sind

Stoffe, die Lust machen auf Meer – maritime Farben und Bilder von Haien und Walen. „Die jungen Mamis nähen wieder“, heißt es am Stand in Halle W. Ganz beliebt bei Kindern sind Stoffe mit Motiven aus Kinderfilmen: Eisprinzessin, Nemo, Minions. Jungs tendieren eher zu Stoffen mit Feuerwehrautos oder Traktoren. „Ab einem gewissen Alter“ seien Totenköpfe sehr gefragt.

Da staunt man Bauklötze

Es müssen nicht immer die bunten Steine aus Dänemark sein, um im Spiel Häuser, Autos, Monster und Raumschiffe zu erschaffen. Ein neuartiges 3D-Bausystem – von einem russischen Programmierer erdacht – besticht dadurch, dass Kinder die Steine nicht nur übereinander türmen, sondern auch seitlich anbauen können. Mit der dazugehörigen App kann das geplante Modell schon vorab konstruiert werden – von den Ingenieuren von morgen.

So bewahrt man einen kühlen Kopf

Wohltuend sind Manschetten aller Art mit herausnehmbaren Gelkissen, die entweder im Eisfach gekühlt oder in der Mikrowelle aufgewärmt werden: für Fußknöchel, Arme und Beine. Große Manschetten für den Rücken erinnern an Nierenschützer für Motorradfahrer. Ein besonderer Clou am Medizintechnik-Stand ist der Retro-Kühlbeutel für den Kopf, der manche Schmerztablette ersetzen kann.   

Ins Gleichgewicht kommen

Es ist nicht leicht zu verstehen, was da wirklich passiert. Armbänder mit einem Spezialverschluss sollen helfen, ins Gleichgewicht zu kommen. Oder anders ausgedrückt, die körpereigene elektrische Frequenz stabil zu halten. Empfohlen werden die Bänder von der Gehörlosen-Curling-Nationalmannschaft, um bei Gleichgewichtsstörungen zu helfen. Im Selbstversuch am Stand staunte der Besucher ob der eintretenden Wirkung.

Luftbefeuchter mit PET-Flasche

Er nenne es „Luftbehandlung“, so der Aussteller und führt seine Modelle vor. Für Luftbefeuchtung und für Luftreinigung – konzipiert für alle möglichen Raumgrößen. Ins Auge springt den Besuchern ein winzig kleiner Befeuchter, auf den kopfüber eine handelsübliche 0,33 Liter PET-Flasche geschraubt wird. Mobil  einzusetzen beispielsweise im klimatisierten Hotelzimmer, am Schreibtisch oder bei einer Erkältung.

 

 

Der persönliche Tennistrainer

Kein Tennispartner greifbar? Macht nichts! Der persönliche Tennistrainer besteht aus einem Tennisball am Gummiband, das am Boden fixiert ist. Der Ball kommt nach jedem Schlag sicher zurück – mit ganz normalen Tennisschlägern. Los geht’s!

 

 

Kleben geht mit links

Ein praktischer Klebeband-Abroller auch für Linkshänder: Aus der Schweiz stammt das kleine Gerät, mit dem man Filmstreifen klebt und dabei keine unschönen Fingerabdrücke hinterlässt. Der Abroller besitzt nämlich für die Reißklinge einen kleinen Arm, so dass der Filmstreifen nicht von Hand abgerissen werden muss. Damit die Handhabung für jeden richtig passt, werden die Kunden gefragt: Rechtshänder oder Linkshänder?

Schwaben-Spar-Ringe

Die eine Besonderheit besteht darin, dass Mitzi Mog aus ganz altem Silberbesteck schönen Silberschmuck herstellt. Die andere Besonderheit ist, dass sie zudem eine große Auswahl an „Schwaben-Spar-Ringen“ präsentieren kann. Was das ist? Man(n) kauft einen einzigen echten Silberring und dazu mehrere Steine, so dass die Dame den Ring farblich ihren Outfits anpassen kann. Die Steine werden mittels Druckknopf auf den Ring gesetzt.

So einfach wird ein ganzer Bierkasten gekühlt

Es gibt immer wieder Ideen, bei denen sicher viele denken, da hätte man selbst drauf kommen können – nur schafft es keiner! Ein Ingenieur aus Franken hat einen Bierkasten-Kühler konstruiert. Analog zu den biegsamen Eiswürfel-Formen hat er große Formen für Bierkästen produzieren lassen – für Kästen mit 24 x 0,33 und 20 x 0,5 Liter-Flaschen. Das Eis passt exakt en bloc auf alle Flaschenhälse eines Kastens. Der Aussteller verspricht: 10 Grad kälter in nur 30 Minuten. Ideal zur Fußball-WM!

Dieses Start-up tickt aus bloßer Leidenschaft

Vor sechs Jahren saßen zwei Männer zusammen, genossen Cognac und Zigarre. Da entstand die Idee: Eine ganz besondere Uhr und bloß für sie selbst –eigentlich. Vier Jahre wurde getüftelt. Aber dann kam sofort der Erfolg: Die neugegründete Uhrenmanufaktur Otto Weitzmann aus Augsburg fertigt seit zwei Jahren feinste Fliegeruhren und limitierte Luxusuhren. 100 Stück pro Serie, mal bicolor, mal geriffelt, mal glatt. Christian Kehrle beschreibt sich selbst als „Fetischisten im Uhrensegment“ und lacht bei der Frage nach dem vermeintlichen Gründer und Namensgeber Otto Weitzmann. Nein, die Firma habe man wegen des edlen Klangs erworben, die habe früher nur Kugelschreiber hergestellt.