27.05.2018 "Wissenschaftsministerin Bauer eröffnet 59. Südwest Messe"

Auftakt mit über 700 Ausstellern und vielen innovativen Produkten / Am Wochenende kamen 26.000 Besucher (Vorjahr: 26.000)

Villingen-Schwenningen – Wissenschaftsministerin Theresia Bauer MdL hat der Südwest Messe „einen legendären Ruf weit über die Region hinaus“ bescheinigt. Zur Eröffnung der 59. Südwest Messe am Samstag in Villingen-Schwenningen sagte sie,  dass die „größte Regionalmesse im Südwesten ein Stück Baden-Württemberg von der besten Seite repräsentiert.“ Mit Blick auf die Sonderschau „Physik on Tour“ rief sie alle Eltern auf, „gehen sie mit ihren Kindern dahin. Man kann hier seinen Blick auf das schwere Fach Physik korrigieren.“ Das baden-württembergische Regierungsmitglied lobte die vielen innovativen Angebote auf der Messe und bekräftigte: „Wir brauchen in unserem Land Menschen, die aus Ideen etwas Gescheites machen.“ Das Publikum forderte sie auf, „lassen sie sich von dem Spirit auf der Messe anstecken.“   

Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon nannte die Messe eine Erfolgsveranstaltung mit vielen Unternehmen, die Zugang zum Weltmarkt haben. „Made in Black Forest“ werde als Steigerung der Marke „Made in Germany“ verstanden. „Die Südwest Messe ist ein Zeichen für Überraschung und Neues, ein Zeichen für die Innovationskraft unserer Stadt.“ Beim anschließenden Rundgang gemeinsam mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens führte die Ministerin mit zahlreichen Ausstellern intensive Gespräche. So  zeigte sie sich unter anderem von einem neuartigen Reinigungsroboter und von einem E-Motorroller beeindruckt. Bei den Wildbakers, die dem Publikum den Unterschied zwischen handwerklich gefertigtem Brot und Industrie-Brot erklären, naschte sie gerne von den Kostproben.

Am Sonntag bei „Land & Leute – Ein Tag mit der Landwirtschaft“ schwärmte der Vize-Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Franz Käppeler, wie die Landwirtschaft den Schwarzwald zu einer der schönsten Urlaubsregionen gemacht habe. „Ich frage mich aber, was kommt zurück?“ rief er zum Publikum und nannte seine Erwartung an Urlauber und Touristiker: „Sie sollen Ja sagen zu dieser Region und dies an der Einkaufskasse ‘rüberbringen.“ Er beklagte in seiner Festrede eine überbordene Bürokratie und eine allzu große Papierflut, „da muss man klar sagen: Es ist genug!“ Käppeler, selbst Fleckviehzüchter, lud Kritiker der Stalltierhaltung ein, gerne tagsüber zu kommen, „man braucht nicht nachts einzubrechen.“ Das Thema Insektensterben bezeichnete er als große Aufgabe nicht nur für die Landwirtschaft. Er merkte dazu kritisch an, dass „unsere schönen Gartenanlagen laufend durch Steinkreationen und Beton ersetzt“ würden. Zur Wiederansiedlung von Wölfen vertrat er klar seine Meinung: „Unsere Landschaft verträgt keinen Wolf! Er hat in diesem dichtbesiedelten Baden-Württemberg nichts verloren.“

Den humorigen Showteil bestritt Christian CHAKO Habekost. Er wage sich als echter (Kur)-Pfälzer direkt hier in die Region der Schwaben-Badener. In seiner charmanten Pfälzer Mundart plädierte er für den Erhalt des Dialektes und philosophierte über sein liebstes landwirtschaftliches Erzeugnis, den Wein. Pfälzer würden den Wein immer in Maßen trinken, schreiben das Wort Maßen aber mit zwei „s“. Wenn also Touristen in der Pfalz ein Achtel Weinschorle bestellen, gibt der Pfälzer als Antwort: Schluckimpfung gibt’s beim Doktor. Auch beschrieb er, wie sich Ansichten zu Essen und Trinken geändert haben. Wenn es einem früher plötzlich nachts schlecht wurde, hätte man einen Magenbitter getrunken. Heute erschrecke man geradezu und nenne dies „Unverträglichkeit“. Deswegen entdecke man jetzt  lauter Fußnoten auf den Speisekarten, wie beispielsweise zu einer Forelle – da stehe dann: „Kann Spuren von Fisch enthalten.“ Ja hoffentlich!

 

INFOKASTEN

Die Südwest Messe ist bis zum 3. Juni 2018 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Das Programm und weitere Infos auf www.suedwest-messe-vs.de.